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Korea Nachrichten

Wirtschaft

07.07.2005

Regierung erwägt Anordnung von Energiesparmaßnahmen

Regierung und Regierungspartei Uri haben angekündigt, Energiesparmaßnahmen anzuordnen, sollte der Preis für Dubai-Öl weiterhin über 50 US-Dollar pro Barrel liegen.

Als mögliche Maßnahmen wurden die Einschränkung der Öffnungszeiten von Saunen und anderen energieintensiven Betrieben sowie Großkaufhäusern genannt. Auch in Unterhaltungseinrichtungen, wie Golfanlagen und kleineren Kaufhäusern, könnten dann die Beleuchtungszeiten eingeschränkt werden.

Auf absehbare Zeit wollen Regierung und Uri-Partei jedoch an den Appellen für freiwilliges Energiesparen festhalten.

Ölpreise klettern nach Tropensturm auf Rekordhoch

Die internationalen Ölpreise haben am gestrigen Mittwoch ein neues Rekordhoch erreicht.

An der Terminbörse in New York überschritt am Montag der Preis für ein Barrel der Sorte WTI (West Texas Intermediate) die Marke von 61 US-Dollar. Ein Barrel WTI kostete 61,28 US-Dollar und lag damit mehr als 69 Cent über dem Preis zum Handelsschluss am Tag davor.

Der Preis für die Sorte Nordsee Brent stieg auf 59,88 US-Dollar, um 1,59 US-Dollar höher als am Dienstag.

Der gestrige Ölpreisanstieg wird auf den Tropensturm „Cindy“ zurückgeführt, der einige Ölplattformen im Golf von Mexiko außer Betrieb gesetzt hat. Experten sehen zumindest bei der aktuellen Versorgung keine Probleme. Sollte der Tropensturm mit vergleichsweise geringfügigen Auswirkungen vorüber sein, und die stabile Ölversorgung fortgesetzt werden, würden sich die Preise stabilisieren, hieß es.

Verbraucher im dritten Monat in Folge pessimistisch

Die südkoreanischen Verbraucher sind im dritten Monat in Folge für eine Konjunkturerholung pessimistisch.

Der Konsumklima-Index ist nach Angaben des Statistischen Amts im Juni auf 95,4 Punkte gefallen und damit um 3,8 Punkte niedriger als im Mai. Damit ist der Index im dritten Monat in Folge gesunken.

Eine Indexziffer unter 100 bedeutet, dass die Mehrheit der Verbraucher für die künftige Konjunkturlage und die eigenen Lebensumstände in den kommenden sechs Monaten pessimistisch ist. Die Erwartung einer Konjunkturerholung fiel auf 92,2.

Nach Angaben des Statistischen Amts ist der Fall des Konsumklima-Index auf den anhaltenden Ölpreis-Höhenflug und die Senkung der Wirtschaftsziele zurückzuführen. Der Abwärtstrend werde anhalten, sollte sich die außenwirtschaftliche Situation nicht verbessern.

Kospi auf höchstem Stand seit fünf Jahren und sechs Monaten

Der südkoreanische Leitindex Kospi hat heute den höchsten Stand seit fünf Jahren und sechs Monaten erreicht.

Die Börse schloss mit 1.026,82 Zählern, um 7,81 Punkte höher als gestern. Dies war der höchste Wert seit dem 4. Januar 2000, als der Index bei 1.059,04 Zählern lag.

Der Technologieindex Kosdaq kletterte ebenfalls, und zwar auf 522,2 Zähler, den höchsten Stand seit dem 16. Juli.

Tagesgeldsatz wird bei 3,25 Prozent belassen

Der Tagesgeldsatz bleibt im achten Monat in Folge unverändert.

Die Koreanische Zentralbank beschloss heute, die Zinsrate bei 3,25 Prozent zu belassen. Die Konjukturerholung sei noch nicht wie gewünscht in Gang gekommen und die Preise seien insgesamt stabil. Der Unterschied zum US-Leitzinssatz sei zudem noch nicht besonders groß, so dass Sorgen über mögliche Kapitalfluchten ins Ausland unbegründet seien, lautete die Begründung.

Die Bank widersetzte sich somit der Forderung von Fachleuten nach einer Zinserhöhung zur Stabilisierung des Immobilienmarktes. Die Konjukturerholung sei viel wichtiger als die Stabilisierung des Immobilienmarktes, sagte Notenbankchef Park Seung.

06.07.2005

Regierung setzt in der Wirtschaft weiter Priorität auf Expansion

Die südkoreanische Regierung will auch im zweiten Halbjahr in der Wirtschaftspolitik weiter Priorität auf quantitatives Wachstum setzen.

In Bericht des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft über den Rahmen der Wirtschaftspolitik in der zweiten Jahreshälfte heißt es, dass die makroskopische Politik mit Hauptgewicht auf Expansion aufrechterhalten werde, bis die Wirtschaftsankurbelung spürbar sei.

Um die Finanzausgaben fortzusetzen, wolle das Ministerium die Einsetzung öffentlicher Gelder im großen Stil fortsetzen. Die Ausgaben für den Bau von Wohnungen und öffentliche Unternehmen sollen auf 2,5 Milliarden Euro erhöht werden. Unter Einsatz von privatem Kapital in Höhe von 2,6 Milliarden Euro würden außerdem Straßen-, Eisenbahn- sowie Hafen-Bauprojekte in Gang gesetzt werden.

Regierung strebt zwei bis vier Mio. neue Dienstleistungsjobs an

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hält die Schaffung von zwei bis vier Millionen Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich für möglich. Insbesondere in den Bereichen Soziales, Umwelt, Erziehung und Gesundheit herrsche großes Beschäftigungspotenzial.

In einer Erklärung des Ministeriums heißt es weiter, die Prognose basiere auf einem Vergleich der Arbeitsplatzstruktur mit Ländern, deren Einkommensniveau dem in Südkorea ähnelt.

Auf der Grundlage der Studie will das Ministerium Deregulierungsmaßnahmen vorantreiben, um vor allem im Sozialbereich neue Jobs zu schaffen. Das Ministerium nannte unter anderem Pläne, spezialisierte Oberschulen in Provinzstädten gründen und für Verbesserungen in medizinischen Anstalten verstärkt ausländische Investitionen anlocken zu wollen.

Das Ministerium hat außerdem Deregulierungsmaßnahmen für Bauvorhaben und neue Golfanlagen in Aussicht gestellt.

Steueramt ermittelt zu Fällen möglicher illegaler Immobilienspekulation

Das Steueramt hat heute seine Ermittlungen zu möglichen illegalen Immobilienspekulationen eingeleitet.

Von der ersten Ermittlung waren 212 Personen betroffen, die mehr als vier Wohnungen besitzen und im Verdacht stehen, Steuern hinterzogen zu haben.

Das Steueramt will zudem die Ermittlungen gegen Haushalte verstärken, die in Gebieten, wo die Immobilienpreise im Vergleich zum letzten Jahresende um mehr als fünf Prozent gestiegen sind, mehr als drei Wohnungen besitzen.

Kia Motors plant Design-Institut in Frankfurt

Kia Motors wird an seinem neuen Sitz in Frankfurt ein eigenes Design-Institut errichten.

Wie der südkoreanische Autohersteller mitteilte, wird das Institut im neuen Büroturm auf dem Frankfurter Messegelände untergebracht sein und vom bestehenden Design-Institut der Muttergesellschaft Hyundai Motor unabhängig sein. Das neue Kia-Design-Institut werde sich intensiv mit Trends und Geschmack der europäischen Verbraucher befassen, hieß es.

Kia wird 2007 seine Europa- und Deutschlandzentrale von Eschborn und Bremen nach Frankfurt verlegen.

05.07.2005

Haushaltsforderung für ´06 beträgt 203,5 Bio. Won

Die Regierung hat verglichen mit dem laufenden Haushaltsjahr für das nächste Jahr ein um 4,4 Prozent höheres Budget gefordert.

56 Ministerien sowie weitere Regierungsbehörden forderten nach Angaben des Amtes für Haushaltsplanung insgesamt 203,5 Billionen Won, umgerechnet 195 Milliarden US-Dollar. Zu dem Wachstum trug der Mehrbedarf in den Bereichen Wiedervereinigung und Außenpolitik von 42,7 Prozent am stärksten bei. Es folgten Kultur und Fremdenverkehr mit 13,8 Prozent und Verteidigung mit 12,6 Prozent.

Wie das Haushaltsplanungsamt weiter angab, sank die Haushaltsforderung seit der Einführung des „Top-Down-Budgets“ im vergangenen Jahr drastisch. Unter dem neuen System wird den einzelnen Behörden zunächst ein fester Geldbetrag zugewiesen, der ausgegeben werden darf. Bis 2003 seien jährlich im Schnitt 20 Prozent Geld mehr gefordert worden. Im vergangenen Jahr habe das Budgetwachstum jedoch nur fünf Prozent betragen, hieß es.

Zentralbank korrigiert Wachstumsprognose nach unten

Die Koreanische Zentralbank hat ihre Wachstumsprognose für die Wirtschaft des Landes nach unten korrigiert.

Sie hält nun ein Wachstum von 3,8 Prozent für möglich, lautet die aktuelle Wirtschaftsprognose der Bank für die zweite Jahreshälfte. Der internationale Ölpreisanstieg bremse die Konjukturerholung. Die Notenbank hatte ursprünglich eine Wachstumsprognose von vier Prozent gestellt. Mit ihrer neuen Prognose äußerte sich die Bank neben dem Samsung Wirtschaftsforschungsinstitut über die weitere Konjunkturentwicklung am skeptischsten.

Für die zweite Jahreshälfte prognostizierte die Zentralbank unterdessen ein Wachstum von 4,5 Prozent. Voraussetzung sei allerdings, dass die Ölpreise keinen weiteren drastischen Anstieg erfahren, hieß es.

04.07.2005

Regierung will Wachstumsziele für dieses Jahr senken

Regierung und Regierungspartei Uri haben sich darauf verständigt, ihre Wachstumsziele für das laufende Jahr zu senken.

Das Wirtschaftswachstum soll von über fünf auf über vier Prozent gesenkt werden. Die Zahl der angestrebten neuen Arbeitsplätze soll von 400.000 auf 300.000 gesenkt werden. In der zweiten Jahreshälfte soll die Förderung der Wachstumsrate den Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik bilden.

Der Vizeministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft, Han Duck-soo, kündigte an, der Kern der Wirtschaftspolitik liege auf einer Expansion. Dafür wolle sich die Regierung für den Abbau von Einschränkungen, Investitionsförderung und Förderung der Dienstleistungsbranche einsetzen.

Mittlerweile mehr als 3.000 nordkoreanische Beschäftigte im Gaesung-Industriepark

Die Zahl der nordkoreanischen Arbeiter im innerkoreanischen Gaesung-Industriepark hat die Marke von 3.000 überschritten.

Der Ausschuss des Gaesung-Industrieparkes teilte mit, die Zahl der nordkoreanischen Arbeiter in dem Industriekomplex habe Ende Juni des laufenden Jahres bei 3.193 gelegen. Südkoreanische Unternehmen beschäftigten dort 1.791 Nordkoreaner, hieß es.

Der Uhrenhersteller Romanson beschäftige mit 445 die meisten Nordkoreaner. Dahinter folgen der Modehersteller Shinwon, das Handelsunternehmen Samdeok und der Küchenausstatter LivingArt.

Devisenreserven im Juni stark gesunken

Der starke US-Dollar hat im Juni zum stärksten Rückgang der südkoreanischen Devisenreserven seit sieben Jahren und sieben Monaten geführt.

Die koreanische Notenbank teilte mit, dass das Land Ende Juni über Devisen in Höhe von 204 Milliarden US-Dollar verfügt habe. Im Vergleich zu Ende Mai seien die Reserven um 1,11 Milliarden US-Dollar gesunken. Dies sei der größte Rückgang seit der Währungskrise im November 1997, hieß es.

Der diesmalige Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass die Devisen in Euro und Yen wegen des starken Dollar-Kurses an Wert verloren, so die Notenbank.

02.07.2005

Zentralbank will nicht mit Leitzinserhöhung am Immobilienmarkt intervenieren

Die südkoreanische Zentralbank will an ihrer Geldpolitik festhalten, wonach die Förderung des Wirtschaftswachstums Priorität genießt und der Leitzinssatz trotz steigender Immobilienpreise nicht erhöht wird.

Das kündigte der stellvertretende Leiter der Bank, Park Jae-hwan, am Freitag an. Einige schlügen eine Leitzinsanhebung vor, um den Immobilienmarkt zu stabilisieren, die Bank halte entsprechende Überlegungen jedoch für verfrüht, hieß es.

Die Zentralbank hatte im Juni im siebten Monat in Folge den Zinssatz bei 3,25 Prozent belassen.

Samsung und Motorola vereinbaren Cross-Licensing von Drahtlostechnik

Das südkoreanische Elektronikunternehmen Samsung Electronics und US-Konkurrent Motorola haben ein Abkommen über das sogenannte Cross-Licensing von Drahtlostechnik geschlossen.

Das teilte Samsung Electronics am Freitag der koreanischen Börse in einer Erklärung mit.

Beide Unternehmen werden damit Patente des Partnerunternehmens über Drahtlostechnik nutzen können. Details zu dem Abkommen enthüllte Samsung nicht und verweigerte ebenfalls Angaben zur finanziellen Seite des Geschäfts.

Der aktuellen Studie des US-Marktforschers Gartner Inc. zufolge hatte Samsung im ersten Quartal einen Anteil von 13,3 Prozent am weltweiten Mobiltelefonmarkt. Motorola war mit 16,2 Prozent zweiter hinter Weltmarktführer Nokia mit 32 Prozent. Durch ihre Zusammenarbeit könnten Samsung und Motorola stärker auf den finnischen Konkurrenten aufschließen.