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Korea Nachrichten

Sicherheit

07.07.2005

Vereinigungsminister Chung hält Sechser-Gespräche im Juli für möglich

Vereinigungsminister Chung Dong-young sieht die Möglichkeit, dass noch im Juli eine neue Runde der Sechser-Gespräche über Nordkoreas Nuklearprogramm aufgenommen wird.

Chung bekräftigte jedoch, dass man den Gesprächspartner Nordkorea nicht provozieren dürfe.

Wie Chung heute bei einem Forum in Seoul weiter sagte, würden zwischen den Teilnehmerstaaten an den multilateralen Verhandlungen diese und nächste Woche stetig Gespräche über die nordkoreanische Nuklearproblematik stattfinden, hieß es.

Nordkorea lädt US-Gouverneur von New Mexico ein

Nordkorea hat den Gouverneur des US-Bundesstaats New Mexico, Bill Richardson, eingeladen.

Nach Angaben des US-Bundesstaats werde zurzeit ein genauer Besuchstermin festgelegt. Sollte der Gouverneur die Einladung annehmen, werde er eng mit der Bush-Administration zusammenarbeiten, hieß es.

Richardson gilt als Nordkoreakenner und war zur Zeit der Clinton-Regierung Botschafter bei den Vereinten Nationen und Energieminister.

06.07.2005

Koreas verbinden optische Netze für Videoschaltungen

Die beiden koreanischen Teilstaaten wollen ihre optischen Netze am 18. Juli verbinden, damit Videoschaltungen zwischen getrennten Familien möglich werden.

Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums hätten Ingenieure beider Seiten bei ihrem Arbeitsgespräch am Dienstag keine technischen Probleme bei innerkoreanischen Videoschaltungen über optische Verbindungen gesehen. Die Netze würden durch ein Kabel vom nordkoreanischen Gaesung zum südkoreanischen Munsan verbunden.

Wie das Ministerium weiter bekannt gab, wird am Donnerstag eine Sonderkommission für Videoschaltungen ins Leben rufen. Das Gremium werde sich mit dem weiteren Verlauf des innerkoreanischen Projektes befassen, hieß es.

05.07.2005

EU-Parlament entsendet Delegation nach Süd- und Nordkorea

Das EU-Parlament entsendet im Juli eine Delegation nach Süd- und Nordkorea.

Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums wird die neunköpfige Gruppe, angeführt von der Delegationsleiterin der EU-Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (ÖVP), Ursula Stenzel, am Samstag zu einem einwöchigen Besuch in Nordkorea eintreffen. Im Anschluss wird die Delegation für zwei Tage nach Seoul kommen.

Ziel des Besuchs ist, einen Beitrag zur Klärung der nordkoreanischen Nuklearproblematik zu leisten und über die Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen zu diskutieren. In Seoul werden sie an der 8. Runde der diplomatischen Konsultationen zwischen Südkorea und dem EU-Parlament teilnehmen.

Koreas beraten über Videoschaltungen zwischen getrennten Familien

Vertreter beider Koreas sind zu weiteren Arbeitsgesprächen über Videoschaltungen zwischen getrennt lebenden Familien zusammengekommen.

In der Sitzung im nordkoreanischen Gaesung wurde unter anderem über die Videoübertragungen über optische Kabel diskutiert. Insbesondere technische Fragen zur Verbindung der optischen Netze in beiden Teilstaaten seien ausführlich diskutiert worden.

Beide Seiten werden am 10. Juli erneut zu Gesprächen zusammenkommen. Dann soll über Details zur Videoübertragung, die Anzahl der teilnehmenden Familien sowie genaue Termine beraten werden.

Weniger Nordkoreaner nach Südkorea übergelaufen als im Vorjahr

In der ersten Jahreshälfte sollen sich weniger nordkoreanische Überläufer nach Südkorea abgesetzt haben, als im selben Vorjahreszeitraum.

Dies berichtete die japanische Tageszeitung „Mainichi“ unter Berufung auf diplomatische Kreise in Seoul und Peking. Demzufolge reisten im ersten Halbjahr 500 Nordkoreaner aus China nach Südkorea aus. Im selben Zeitraum des Vorjahres betrug die Zahl 760. Die japanische Zeitung betrachtete die verschärfte Kontrolle durch chinesische Behörden und die drastische Kürzung des Niederlassungsgeldes für Nordkoreaner in Südkorea als entscheidende Gründe für den Rückgang.

Die Zeitung wies gleichzeitig darauf hin, dass die Fluchtwelle von Nordkoreanern aus deren kommunistischer Heimat jedoch anhalte. Ein Mitarbeiter einer südkoreanischen Hilfsorganisation wurde mit den Worten zitiert, dass sich in ländlichen Regionen Chinas mehrere Tausende Nordkoreaner auf der Flucht befänden. Dass die Zahl der nach Südkorea Übergelaufenen sinke, bedeute nicht, dass es weniger Flüchtlinge gibt, betonte er.

Nordkoreaner suchen Zuflucht in koreanischer Schule in China

Zehn nordkoreanische Flüchtlinge sind nach Angaben einer südkoreanischen Hilfsorganisation in die koreanische Schule in China eingedrungen.

Die zwei Männer und acht Frauen hätten ihren Wunsch nach der Ausreise nach Südkorea geäußert. Sie stammten alle aus der nordkoreanischen Hamkyeong-Provinz, hieß es.

04.07.2005

Vereinigungsminister Chung sieht US-Argwohn gegen Nordkorea gemildert

Vereinigungsminister Chung Dong-young sieht als einen der Erfolge seines Washingtonbesuchs, dass der Argwohn der US-Regierung gegen Nordkorea gemildert werden konnte.

Besonderes Gewicht habe das Treffen mit Vizepräsident Dick Cheney gehabt, das nach Chungs Auffassung zu einem „sehr geeigneten“ Zeitpunkt zustande kam. Vor der Presse in Seoul sagte der Minister weiter, dass das Treffen mit dem US-Vize der Lösung der nordkoreanischen Nuklearproblematik diente.

Die USA hätten Verständnis gezeigt, dass für die Lösung des Nuklearstreits eine engagierte Rolle Südkoreas notwendig sei. Unter einer aktiven südkoreanischen Rolle verstehe man einen Beitrag zum Abbau des Misstrauens zwischen den USA und Nordkorea, hieß es. Was genau Cheney gesagt habe, ist auf Forderung der USA nicht veröffentlicht worden.

Minister Chung, der letzten Monat in Pjöngjang mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il zusammengekommen war, hatte bis gestern fünf Tage lang Washington besucht.

China und Russland unterstützen friedliche Lösung des Nordkoreastreits

China und Russland haben ihr Engagement für eine Verhandlungslösung des Streits um das nordkoreanische Nuklearprogramm bekräftigt.

Darauf verständigten sich der chinesische Präsident Hu Jintao und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin gestern zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in Moskau in einer gemeinsamen Erklärung.

Darin heißt es weiter, dass die Anstrengungen der Teilnehmerstaaten der Sechser-Nukleargespräche für die Wiederaufnahme der multilateralen Verhandlungen mit Nordkorea begrüßt werden.

Hu und Putin haben zudem erneut Unterstützung für die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen und normalisierte Beziehungen zwischen Nordkorea und dessen Nachbarstaaten zugesichert. Beide Spitzenpolitiker haben damit gleichzeitig zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA bzw. Japan aufgerufen.

Hu und Putin haben sich außerdem gegen eine Erhöhung der Zahl der ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat ausgesprochen, die unter anderem von Japan vorgeschlagen worden sei.

02.07.2005

USA bestätigen Aufnahme direkter Kontakte mit Nordkorea

Das US-Außenamt hat bestätigt, gestern in New York direkte Kontakte mit Nordkorea aufgenommen zu haben.

Laut Sprecher Sean McCormack haben der US-Botschafter für die nordkoreanische Nuklearproblematik, Joseph DeTrani, und der nordkoreanische Außenamtsdirektor Lee Gun über die Wiederaufnahme der Sechser-Nukleargespräche diskutiert.

Der Sprecher deutete an, dass Washington den Norden zur unverzüglichen Rückkehr zu den multilateralen Nuklearverhandlungen aufgerufen habe. McCormack hat jedoch Berichte zurückgewiesen, wonach zwischen beiden Seiten sogar Verhandlungen stattgefunden hätten.