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Aktuelles

Koschyk empfängt hochrangige koreanische Diplomaten

Zu einem ausführlichen Meinungsaustausch hat der Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, Hartmut Koschyk MdB, hochrangige nordkoreanische Diplomaten in Bayreuth empfangen. Es handelte sich um den Leiter der Europa-Abteilung im nordkoreanischen Außenministerium, Kim Chun Guk sowie den nordkoreanischen Botschafter in Berlin, S.E. Park Hyon-Bo. An der Begegnung nahmen auch weitere Vertreter des nordkoreanischen Außenministeriums teil. Die ranghohen Vertreter des nordkoreanischen Außenministeriums hielten sich zu politischen Gesprächen in Berlin auf. Da Koschyk wahlkampfbedingt nicht nach Berlin kommen konnte, die nordkoreanische Seite aber auf ein Gespräch mit ihm großen Wert legte, besuchten die nordkoreanischen Diplomaten kurzerhand Bayreuth.

Waren sehr zufrieden mit den politischen Gesprächen in Bayreuth (v.l.n.r.): S.E. PAK Hyon Bo, Botschafter der

Demokratischen Volksrepublik Korea, Direktor KIM Chun Guk, Abteilungsleiter Europa im Außenministerium Koreas,

KIM Yong-Il sowie der Botschaftssekretär der Botschaft Koreas, CHOE

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die gegenwärtigen Sechs-Parteien-Gespräche zwischen Nord- und Südkorea, China, den USA, Russland und Japan, deren Ziel die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel ist. Die nordkoreanische Seite informierte Koschyk über den laufenden Stand der Sechs-Parteien-Gespräche und die nordkoreanische Position. Koschyk unterstrich das deutsche und europäische Interesse an einer Lösung der Nuklearfrage auf der koreanischen Halbinsel. Koschyk legte die Position des Deutschen Bundestages dar, wie sie in einer einstimmigen Resolution zum Ausdruck gekommen ist.

So sei es wichtig, den Teilnehmern der Sechser-Gespräche die guten Erfahrungen des KSZE-Prozesses in Europa zu vermitteln und zur Überwindung der gegenwärtigen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel einen Prozess zu unterstützen, der nicht nur auf die unmittelbare Lösung des Nuklearproblems abziele. Vertrauensbildung und Rüstungskontrolle, Wirtschafts- und Energiethemen, innergesellschaftlicher Wandel, Menschenrechte und ein breiter Dialog sowie ein Interessensausgleich seien ebenso wesentliche Ziele. Die Bundesrepublik Deutschland könne so gemeinsam mit der Europäischen Union das regionale Bemühen um Sicherheit in Nordostasien dahingehend unterstützen, dass die Demokratische Volksrepublik Korea ihre Nuklearwaffenambitionen aufgibt, internationale Kontrollen wieder zulässt und dafür mittel- bis langfristig international eingebunden wird, Sicherheitsgarantien erhält und mit effektiven Hilfsmaßnahmen zur Energieversorgung, zur Verbesserung der humanitären Lage ihrer Bevölkerung und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ausgestattet wird, die dann langfristig auch in eine politische Öffnung des Landes mündet.

Nach den politischen Gesprächen mit Koschyk nutzten die nordkoreanischen Diplomaten ihren Besuch in Bayreuth zu einer ausgiebigen Stadtbesichtigung, wobei sie sich von der oberfränkischen Regierungshauptstadt sehr angetan zeigten.

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SPIRITS OF KOREA ein großer Erfolg

Die erste vom Arbeitskreis „Junge Generationen“ in der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft konzeptionisiert, organisiert und durchgeführte Veranstaltung, SPIRITS OF KOREA, wurde ein großer Erfolg. Am 9.Juli fand die Kooperationsveranstaltung der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Hangaram und 2saenetwork in der Presse- und Kulturabteilung der Koreanischen Botschaft in Berlin statt.


Gesche Jin-Ah Jeltsch und Tobias Stern vom Arbeitskreis "Junge Generationen" führten durch das vielseitige Programm

Die Veranstaltung mit ihren vielen Programmpunkten lief einen ganzen Tag und brachte den Besuchern und Teilnehmern unterschiedliche Aspekte Koreas und der deutsch-koreanischen Beziehungen nahe. Neben Darbietungen zur Folklore Koreas, koreanisches Ballett und TaeKwonDo, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich durch den DAAD über Praktikaförderung für Korea zu informieren, das koreanische Alphabet zu erlernen oder einen Kochkurs zu besuchen.


Der Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Hartmut Koschyk MdB, begrüßt die Besucher und Teilnehmer

Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch den großen Einsatz von Mitgliedern der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Hangaram e.V. und 2saenetwork.

Einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern finden Sie unter dem Menüpunkt „Junge Generation“.

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Koreanische Wiedervereinigungsexperten besuchen Oberfranken

Auf Initiative des Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk, Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft und Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, hat eine Delegation koreanischer Wiedervereinigungsexperten Oberfranken besucht. Die Reise wurde in Verantwortung der Hanns-Seidel-Stiftung durchgeführt. Die koreanischen Wissenschaftlicher wurden vom Repräsentanten der Hanns-Seidel-Stiftung in Seoul, Dr. Bernhard Seliger begleitet. An der Spitze der Delegation stand der Präsident des „Institute for Peace Affairs“ (Institut für Friedensangelegenheiten) der Republik Korea und langjährige Staatssekretär im südkoreanischen Wiedervereinigungsministerium, Song, Young-dae. Neben renommierten koreanischen Wissenschaftlern gehörten der Delegation auch zwei chinesische Wissenschaftler koreanischer Abstammung an.

 Die Delegation koreanischer und chinesischer Wissenschaftler bei der Regierung von Oberfranken: Regierungspräsident
Hans Angerer (7.v.l.), der Präsident des „Institute for Peace Affairs“ aus Seoul und langjähriger Staatssekretär im koreanischen
Wiedervereinigungsministerium Song, Young-de (6. v.r.), MdB Hartmut Koschyk und der Repräsentant
der Hanns-Seidel-Stiftung in Seoul, Dr. Bernhard Seliger.

 Zum Auftakt ihres Oberfrankenbesuches wurde die Delegation von Regierungspräsident Hans Angerer, Regierungsvizepräsident Wilhelm Wenning sowie weiteren leitenden Mitarbeitern der Regierung von Oberfranken empfangen. Der Regierungspräsident gab den koreanischen und chinesischen Gästen einen Überblick über die Entwicklung Oberfrankens seit der deutschen Wiedervereinigung bis zur EU-Osterweiterung. Dabei zeigte Regierungspräsident Hans Angerer die durch die deutsche Wiedervereinigung und die EU-Osterweiterung gegebenen neuen Chancen Oberfrankens ebenso auf wie die Herausforderungen und Probleme.

 

 An der Universität Bayreuth informierte sich die koreanische Delegation bei Prof. Dr. Thomas Foken (6.v.r.) und Prof. Dr. Jörg Maier (5.v.r.) über die
Lage von Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Umwelt vor und nach der Wiedervereinigung.

Nächste Station des Besuchsprogramms war die Universität Bayreuth, wo die Delegation vom geschäftsführenden Direktor des Bayreuth Center for Ecology and Environmental Research (BayCEER), Prof. Dr. Stefan Pfeiffer, willkommen geheißen wurde. Die Professoren Dr. Jörg Maier und Dr. Thomas Foken informierten die ausländischen Gäste über die Entwicklung der Wanderungsbewegung, der Löhne und Gehälter sowie der Wirtschaft in Oberfranken seit der Wiedervereinigung sowie über die Umweltsituation vor und nach der Wiedervereinigung.

 Stäubli-Geschäftsführer Karl Kirschner (6.v.r.) und Stäubli-Mitarbeiter Stefan Süppel informierten die Wissenschaftler aus Korea und China über das Engagement
der Unternehmer in Sachsen durch die Übernahme des Unternehmens Schönherr in Chemnitz.

Einen Einblick in die wirtschaftliche Situation eines oberfränkischen Unternehmens erhielt die Delegation beim Besuch des Bayreuther Werkes der Stäubli-Group, wo Geschäftsführer Karl Kirschner über das unternehmerische Engagement der Stäubli-Group in Sachsen durch den Erwerb des traditionellen Schönherr-Unternehmens berichtete.

 Eine Maisel’s Weiße durfte beim Besuch in Bayreuth nicht fehlen. Maisel-Geschäftsführer Hermann-Josef Boerger (unten 1.v.r.) und Dipl. Braumeister
Peter Breu präsentierten das Brauerei- und Büttnerei-Museum.

Den Bayreuther Besuch rundete eine Besichtigung des traditionsreichen Brauerei- und Büttnerei-Museums der Brauerei Maisel ab, wo Geschäftsführer Hermann-Josef Boerger den ausländischen Gästen das Unternehmen vorstellte und Diplombraumeister Peter Breu das Museum präsentierte. Natürlich ließen sich die koreanischen und chinesischen Gäste Maisels Bierspezialitäten mit einer zünftigen fränkischen Brotzeit schmecken.

 Die Präsidentin des bayerischen Teils der Euregio Egrensis und Marktredwitzer Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder (unten 2.v.r.) gab einen
Überblick über Geschichte, Aufgaben und Zukunftsvision deutsch-tschechischer Zusammenarbeit in Oberfranken
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 Von Bayreuth reiste die Delegation nach Marktredwitz, wo im Ost-West-Kompetenzzentrum die Präsidentin des bayerischen Teils der Euregio Egrensis und Marktredwitzer Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder Geschichte, Arbeit und Vision der Euregio Egrensis darstellte. Auf tschechischer Seite informierte der Oberbürgermeister der Stadt Eger, Jan Svoboda, die Gäste über die tschechische Sichtweise grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Raum Eger

 Auch mit dem Oberbürgermeister von Eger, Jan Svoboda (6.v.l.) führten die koreanischen und chinesischen Gäste einen Meinungsaustausch.

Von Oberfranken reisten die koreanischen und chinesischen Wissenschaftler nach Chemnitz und Dresden weiter, wo die Entwicklung Sachsens seit der deutschen Wiedervereinigung durch zahlreiche Fachvorträge näher beleuchtet wurde.

Die koreanisch-chinesische Delegation vor dem Rathaus der Stadt Eger

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Experten und Zeitzeugen berichten über koreanische Migration nach Deutschland

Dem Thema: „Koreanische Migration nach Deutschland“ war eine Kooperationsveranstaltung gewidmet, die die deutsch-koreanische Gesellschaft gemeinsam mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn veranstaltet hat. Hartmut Koschyk MdB, Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft und Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages konnte hierzu Frau Dr. Beckers-Kim Young-Ja vom Lektorat für Koreanische Sprache und Kultur der Universität Regensburg, den früheren Verwaltungsdirektor des Universitätsklinikums Mainz, Prof. Dr. Reinhold Roerig, die Vorsitzende des Verbandes der koreanischen Krankenschwestern in Deutschland, Frau Yang He-Soon, sowie den ehemaligen koreanischen Bergarbeiter Kim Jin Bok im Haus der Geschichte in Bonn begrüßen.


V.L.: Martin Jong-Bum-Hyun, Prof. Dr. Reinhold Rörig, Dr. Beckers
-Kim Young-Ja,
 Yang He-Soon, Kim Jin Bok, Hartmut Koschyk MdB

Frau Dr. Young-Ja Beckers-Kim zeigte die verschiedenen Phasen der Auswanderungsgeschichte der Koreaner auf, die unmittelbar vor und in den ersten Jahren der japanischen Kolonialzeit zwischen 1890 und 1910 begann. War es während der japanischen Kolonialherrschaft die Unterdrückung koreanischer Sprache und Kultur, die Tausende Koreaner zum Verlassen ihres Heimatlandes zwang, suchten nach dem Koreakrieg in der neugegründeten Republik Korea (Südkorea) ab den 60er Jahre viele Koreaner im Ausland bessere Bildungs- und Berufschancen für sich und ihre Kinder. Die ab 1965 nach Deutschland einsetzende Migration aus Südkorea geschah zum beiderseitigen Vorteil der jungen Bundesrepublik Deutschland und des jungen südkoreanischen Staates: Westdeutschland benötigte für den Aufbau seines Gesundheitswesens koreanische Krankenschwestern, aber auch im deutschen Bergbau wurden koreanische Männer als Bergarbeiter benötigt. Südkorea erhielt durch seine in Westdeutschland arbeitenden Bürger dringend benötigte Devisen.

Der damalige Verwaltungsdirektor der Universitätsklinik Mainz, Prof. Dr. Reinhold Roerig, berichtete wie er ab 1965 koreanische Krankenschwestern am Universitätsklinikum Mainz, aber auch in ganz Rheinland-Pfalz aufgenommen hatte Mit der Aufnahme ihres pflegerischen Dienstes erhielten die koreanischen Krankenschwestern zugleich Deutschsprachkurse, so dass die meisten Schwestern nach 7 Monaten über gute deutsche Sprachkenntnisse verfügten. Prof. Dr. Roerig würdigte das große Engagement und den großen Arbeitseinsatz der koreanischen Krankenschwestern, die durch ihre Bereitschaft, unentgeltlich Überstunden zu leisten, auch auf den Argwohn ihrer deutschen Kolleginnen stießen. Die koreanischen Krankenschwestern, so Prof. Dr. Roerig, leisteten einen aufopferungsvollen Pflegedienst, glänzten jedoch auch durch hervorragende Fachkenntnisse in der Krankenpflege. Mit den koreanischen Krankenschwestern kamen auch Praktikantinnen aus anderen Bereichen des Sozialwesens nach Rheinland-Pfalz und in die Bundesrepublik Deutschland. Aus dem „Krankenschwester-Import“ entwickelte sich schließlich eine weitergehende medizinische Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Mainz und koreanischen Krankenhäuser und Universitäten.


Die von Dr. Bröskamp vorbereitete Ausstellungen zeigte Bilder und Texte zur koreanischen Migration nach Deutschland

Frau Yang He-Soon, die Vorsitzende des 1985 gegründeten koreanischen Krankenschwesterverbandes in Deutschland, arbeitet seit 1973 als Krankenschwester in Stuttgart. Insgesamt, so Frau Yang He-Soon, seien 10.000 Krankenschwestern in die Bundesrepublik Deutschland gekommen, von denen bis heute 5.000 in Deutschland geblieben sind. Ihre Kolleginnen bezeichnete sie als „hervorragende Botschafterinnen Koreas“, die Deutschland auch die koreanische Kultur und Lebensart nahe gebracht hätten. Viele Krankenschwestern hätten ihren Aufenthalt in Deutschland genutzt, um danach ein Studium zu beginnen und eine akademische oder sonstige berufliche Laufbahn in Deutschland einzuschlagen. Nicht wenige koreanische Krankenschwestern hätten mit deutschen Ehepartnern in Deutschland Familien gegründet. Frau Yang He-Soon verwies auch auf den Impuls der koreanischen Migration nach Deutschland für die christlichen Kirchen.

Herr Kim Jin Bok kam 1970 als Bergarbeiter nach Castrop-Rauxel. Er bezeichnete sein bisheriges Leben in Deutschland als große Bereicherung, vor allem was das Miterleben der demokratischen Entwicklung in Deutschland und der deutschen Wiedervereinigung anbelangt. Das Leben in Deutschland, so Kim Jin Bok, habe ihm geholfen, seine eigene koreanische Kultur und Identität neu zu entdecken.

Auch das Vorstandsmitglied der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Lee Mon Sam, berichtete über seinen Weg 1965 nach Deutschland und seine Anfänge als Bergarbeiter. Heute ist Lee Mon Sam Inhaber des Olympia-Reisebüros in Bonn.


Frau Dr. Beckers-Kim gibt eine Einführung zur Geschichte der koreanischen Migration

Nach den einführenden Vorträgen der Experten und Zeitzeugen leitete Martin Jong-Bum Hyun eine Gesprächsrunde unter den Experten und Zeitzeugen, in die auch das Publikum einbezogen wurde. Martin Jong-Bum-Hyun stellt in seiner Person ein hervorragendes Beispiel gelungener koreanischer Integration dar. Als deutscher Staatsbürger ist er Kind koreanischer Eltern, die in den 70er Jahren nach Deutschland gekommen sind. Er hat in Deutschland und in den Vereinigten Staaten Politikwissenschaft studiert und ist der erste Koreaner, der in der Eishockey-Bundesliga, bei den Krefelder Pinguinen, spielt.

In der Gesprächsrunde berichteten viele ehemalige koreanische Krankenschwestern über ihre Anfänge in Deutschland, aber auch deutsche Ehemänner ehemaliger koreanischer Krankenschwestern berichten über die Pionierrolle der koreanischen Krankenschwestern in Deutschland.

Bei der Veranstaltung wurde jedoch noch ein anderer Aspekt koreanischer Migration nach Deutschland beleuchtet: Die Aufnahme koreanischer Adoptivkinder durch deutsche Adoptiveltern in Deutschland. Hier berichteten deutsche Adoptiveltern koreanischer Kinder, wie es nach dem Aufwachsen ihrer koreanischen Adoptivkinder in Deutschland gelungen sei, in Korea die leiblichen Eltern ausfindig zu machen und familiäre Kontakte nach Korea zu entwickeln.

Der Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Hartmut Koschyk MdB würdigte auch das Engagement der Koreaner in Deutschland, was die Linderung der katastrophalen Versorgungs- und medizinischen Lage Nordkorea anbelangt. So hätten in der Bundesrepublik Deutschland lebende und praktizierende südkoreanische Ärzte ein Netzwerk entwickelt, das jungen Ärzten aus Nordkorea Aus- und Weiterbildungsaufenthalte in Deutschland ermöglicht.


Einkleiner Empfang rundete den Abend ab.

Die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft und Vorsitzende des Regionalverbandes Nordrhein-Westfalen, Frau Soun-Kyoung Beck hatte gemeinsam mit dem Verband der koreanischen Krankenschwestern im Anschluss an die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein koreanisches Büffet vorbereitet. Das Mitglied der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Herr Hermann Bröskamp, der sich als Entwicklungshelfer lange Jahre in Südkorea aufgehalten hat, hatte im Foyer des Hauses der Geschichte eine kleine Ausstellung mit Zeitungsberichten sowie weiteren Informationsmaterialien über die Aufnahme koreanischer Krankenschwestern und Bergarbeiter in Deutschland vorbereitet, die das Thema bildlich und informativ darstellte.

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Auftaktveranstaltung zum „Koreajahr“ an der Universität Erfurt:

Präsentation der Neuherausgabe der Reiseschilderungen „Korea“ von Siegfried Genthe

Am 23. Mai 2005 fand im traditionsreichen „Haus Dacheröden“ in der Erfurter Innenstadt die Eröffnungsveranstaltung der Erfurter Hochschultage statt, die in diesem Jahr dem Buchmesse-Schwerpunkt „Korea“ gewidmet war. 

Wenige Tage zuvor war in der Erfurter Reihe zur Geschichte Asiens (iudicium Verlages München) die kommentierte  Neuherausgabe der ersten umfassenden Reisebeschreibung über  Korea von Dr. Siegfried Genthe (1870 –1904) erschienen. Damit wurde der historische Band genau 100 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung im Koreajahr neu aufgelegt.

Der Inhaber des Lehrstuhls für Ostrasiatische Geschichte an der UE, Prof. Reinhard Zöllner, eröffnete die Veranstaltung  und führte in die Thematik ein.

An der von ca. achtzig Personen besuchten öffentlichen Präsentation des Buches nahmen u.a. S. E. Botschafter Kwon Youngmin, der Präsident der Universität Erfurt. Dr. habil. Wolfgang Bergsdorf, Vertreter des Thüringer Kultusministeriums und Herr Jürgen O. Wöhler als Vertreter der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft teil.

Die von Sylvia Bräsel (Universität Erfurt)  nach längeren wissenschaftlichen Recherchen besorgte Neuherausgabe der Reiseschilderungen mit einer umfangreichen Einführung, einem Materialteil und einigen der bisher als verschollenen angenommenen Korea-Fotos des Autors -  würdigt den Journalisten, Weltbürger und ersten  westlichen Bezwinger des Hala-san, der als einziger Berichterstatter nach dem Boxeraufstand  im Sommer 1901 in das zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa noch weitgehend unbekannte „Land der Morgenstille“ weiterreiste und maßgeblich zur fundierten Information bzw. zum Verständnis über Land und Leute beitrug.

Seine differenzierten und weltoffenen Berichte repräsentieren  Zeitgeschichte und sind zudem ein wichtiges Zeugnis der deutsch-koreanischen Beziehungen um 1900.

Das brachten sowohl Botschafter Kwon Youngmin wie Jürgen O. Wöhler in ihren Grußworten zum Ausdruck. 

An diesen Kontext schloss die Präsentation von Sylvia Bräsel an, die in Bild und Text die Verdienste Genthes um einen Dialog zwischen Ost und West  darstellte.

Dabei wurde deutlich, dass die nach 100 Jahren neu herausgegebene Reisebeschreibung von Siegfried Genthe über „Korea“ - mit den erstmals zugänglichen Korea-Fotos des Autors - interessante Sichtweisen und Blickwechsel zur Vergegenwärtigung der nunmehr über 120 Jahre alten deutsch-koreanischen Beziehungsgeschichte eröffnet, die für einen globalen Denkprozess (an dessen Anfang wir erst stehen) von Wertigkeit sein können. 

Es ist wohl eine besondere Tragik, dass gerade ein so weltoffener und toleranter Journalist wie Siegfried Genthe - der aus innerer Überzeugung, seine Stimme zum Nutzen eines friedlichen Dialogs der Kulturen in einer Zeit des aufsteigenden Nationalismus und Chauvinismus erhob, Opfer eines Raubmordes 1904 in Marokko wurde.  

Seine 343 Seiten Reiseschilderung „Korea“ die der Freund Prof. Georg Wegener posthum 1905 veröffentlicht hatte, geben einen umfassenden  und vorurteilslosen Einblick in Geschichte, Kultur, Alltag und Mentalität des bis zu diesem Zeitpunkt in Europa kaum bekannten ostasiatischen Landes.

„Nach den Schilderungen der wenigen Bücher, die es bisher über Korea gibt, war ich auf das Schlimmste gefasst“ –  bemerkte Genthe auf den ersten Seiten  seiner Reisenotizen – um wenig später mit der ihm eigenen  leichten Ironie zu ergänzen:

„Aber wieder einmal war es mir versagt,  das Martyrium zu durchleben, das manche Reisende das Geschick haben, überall zu finden“.

Genthe durchstreifte nach einem Aufenthalt in der Hauptstadt Seoul und der Hafenstadt Tschemulpo (heute Incheon) mit seiner Karawane weite Teile Zentralkoreas und wanderte schließlich durch bisher von Ausländern kaum berührtes Gebiet zu den im Norden gelegenen buddhistischen Klöstern in den Diamantenbergen. Nach einem anstrengenden Marsch von fast 300 Kilometern kehrte er nach Seoul zurück und unternahm eine Reise zu der im Süden gelegenen legendenumwobenen Insel Cheju.

Seine Berichte, die er für die „Kölnische Zeitung“ schrieb, lesen sich noch heute mit Gewinn und vermitteln einen lebendigen Eindruck von Kultur, Alltag und Lebensweise in Korea vor mehr als 100 Jahren.  

„Hier habe ich meine photographische Camera aufgestellt und manches merkwürdige Bild des vorbeiflutenden Straßenlebens festgehalten. Lautlos wallen die weißen Gestalten mit ihren schwarzen Rembrandthüten vorbei, lautlos auf ihren weichen Sandalen aus Hanf oder Strohgeflecht. Seit undenklichen Zeiten muß dies Bild dasselbe gewesen sein, und wenn nicht die Drähte und Pfosten der elektrischen Leitung wären, man würde nie auf den Gedanken kommen, dass es sich je ändern könnte. Und doch bricht eine neue Zeit an für dies märchenhafte Land, das vielleicht noch rascher dem Ansturm westlicher Gedanken und Einrichtungen erliegen wird als seine Nachbarländer“, kann man bei Genthe nachlesen, der als moderner Journalist stets mit Schreibmaschine und Fotoapparat unterwegs war und um ein Verstehen des Fremden im Dialog mit dem Eigenen bemüht war.

Dabei bestechen die soliden Vorstudien zu Geschichte, Geographie, Politik und Kultur, die Themenvielfalt und die abwägenden Schilderungen, die der anderen Kultur ihre Spezifik belassen. Andererseits berichtet Genthe nicht ohne Stolz von den wirtschaftlichen Bemühungen der damals einzigen in Korea ansässigen deutschen Firma Meyer & Co, die auch die deutsche Sprachschule unter dem pommerschen Lehrer Bolljahn unterstützte. 

Höhepunkt des Abends  war die erstmalige öffentliche Präsentation  der  Korea – Fotos von Siegfried Genthe, die seinen Reiseweg auf spezifische Weise belegen und zum Teil eine Ergänzung zum Text im Buch darstellen. Darunter befinden sich kulturhistorisch wertvolle Aufnahmen, wie  die vom Eingangstor zu einer der Nordprovinzen oder der Klöster Yujomsa, Changansa oder Seokwangsa.

Von besonderer Wertigkeit sind zudem die Schilderungen Genthes von seinen Erlebnissen in den Diamantenbergen (Geumgangsan). Noch heute wird dieses Bergmassiv im Norden von den Koreanern als heiliges Gebirge bzw. als Mittelpunkt des Buddhismus verehrt. Bis zu 180 Klöster soll es zur Hochzeit des Buddhismus in den Diamantenbergen gegeben haben. Seinen Namen verdankt das Gebirge seinen 12 000 Gipfeln mit seinen wie Diamanten glitzernden Bergspitzen. Genthe faszinierten die zahlreichen kulturellen Schätze, die in der Literatur den großen Klöstern Yujomsa, Changansa oder Seokwangsa zugeschrieben werden.

Die kulturhistorische Bedeutung und die landschaftlichen Schönheiten dieser Region machen es verständlich, dass Siegfried Genthe, der als einer der ersten Europäer diese unwegsame Reise auf sich nahm, eine umfangreiche „Studie über Fortbildung des Buddhismus in Korea und die sonstigen großen Klöster in den Bergeinsamkeiten“ plante, die jedoch durch seinen frühen Tod nicht mehr realisiert werden konnte.

Die der Neuherausgabe beigegebenen Photoarbeiten von Genthe, die Alltag und Buddhismus in dieser Region fassbar machen, belegen die Ernsthaftigkeit diese Vorhabens. Sie erscheinen zudem nicht inszeniert und sind somit als kulturhistorische Dokumente für diesen Zeitraum der koreanischen Geschichte auch von wissenschaftlichem Interesse.  

Höhepunkt der Exkursion, über die Siegfried Genthe für die „Kölnische Zeitung“ berichtete war jedoch die Ersteigung des Vulkankegels Hala-san auf der Insel Cheju, den er als erster Westler überhaupt am 17.10.1901 bezwang und als Geograph mit 1950 m exakt vermaß. Diese Angabe ist heute noch gültig.

Leider sind die in der Reisebeschreibung mehrmals erwähnten Fotoaufnahmen zu dieser spektakulären Exkursion nicht mehr auffindbar. Lediglich ein  historisches Foto von Cheju mit den „Dol-Harubang“ – im Volksmund „Steinerne Großväter“ genannt –  ist erhalten geblieben und wurde in der Neuherausgabe der Reisebeschreibung erstmals veröffentlicht bzw. an diesem Abend gezeigt. 

Genthe, der in einer offenen koreanischen Dschunke, die er ebenfalls fotografierte, zum Festland zurückkehrte, bleibt das Verdienst, verantwortungsbewusst, engagiert und fachlich bestens vorbereitet die Geschichte der friedlichen Begegnungen der Kulturen mitgeschrieben zu haben. Nicht zuletzt begleiteten die klugen Einschätzungen und Visionen des begabten deutschen Geographen und  Journalisten das Land Korea auf ganz eigene Weise in die Zukunft.  Gerade aus heutiger Sicht erweist sich Genthes Aussage, dass die Koreaner weder "Fremdenhasser noch neuerungsfeindlich"  sind, als überaus bedenkenswert.

Mit diesen Überlegungen  schloss die Veranstaltung.

In diesem Sinne bleibt die in diesem Buch immer wieder gerühmte Leidenschaft des Reisens wohl das weiseste Laster, welches unsere Welt hervorgebracht hat.

 „Warum reisen wir?
Damit wir noch einmal erfahren,
was uns in diesem Leben möglich ist“

                                                              (Max Frisch)

 

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Deutsch-Koreanische Parlamentariergruppe verabschiedet koreanischen Botschafter Kwon

 

Die Deutsch-Koreanische Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages hat den Botschafter der Republik Korea in der Bundesrepublik Deutschland, S.E. Kwon Youngmin, anlässlich der Beendigung seiner Mission mit einem festlichen Abendessen verabschiedet. Der Vorsitzende der Parlamentariergruppe, Hartmut Koschyk MdB, würdigte das außerordentliche Engagement von Botschafter Kwon für die deutsch-koreanischen Beziehungen. In seiner zweijährigen Tätigkeit in Berlin habe Botschafter Kwon besondere Impulse gesetzt. Koschyk nannte als Beispiele das Koreajahr 2005 in Deutschland, dessen politischer Höhepunkt der Staatsbesuch von Präsident Roh Moo-hyun im April war, den Neubau bzw. Neuerwerb der koreanischen Botschaft und koreanischen Residenz in Berlin sowie die erfolgreichen Verhandlungen über Reiseerleichterungen zwischen beiden Staaten. Nachfolger Botschafter Kwons wird der südkoreanische Spitzendiplomat Lee Soo-hyuck, der bislang Verhandlungsführer der Republik Korea bei den Sechs-Parteien-Gesprächen zur Lösung der Nuklearfrage ist.

 


 

Nach zweijähriger guter Zusammenarbeit verabschiedete die Deutsch-Koreanische Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages

den koreanischen Botschafter Kwon Youngmin: (v.l.) Detlef Dzembritzki MdB, stellv. Vorsitzender des Ausschusses für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dorothee Mantel MdB, S.E. Kwon Youngmin, Hartmut Koschyk MdB,

Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe und Johannes Pflug MdB, stellv. Vorsitzender

der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe

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Impressionen aus Nordkorea – Leben, Land und Leute“

Fotoausstellung zeigt den Alltag in einem abgeschotteten Land

„Impressionen aus Nordkorea – Leben, Land und Leute“ – so lautet der Titel einer Fotoausstellung mit Werken des Fotografen Andreas Taubert, die im Rahmen der diesjährigen Asien-Pazifik-Wochen mit Fokusland Korea gezeigt wird. Veranstalter sind die Commerzbank AG und die Deutsch-Koreanische Gesellschaft e.V. Deren Präsident Hartmut Koschyk MdB, zugleich Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, hatte auch den Anstoß für das Ausstellungsprojekt gegeben.

Die Ausstellung wird vom 20. September bis 3. Oktober 2005 im Haus der Commerzbank, Pariser Platz 1, 10117 Berlin zu sehen sein. Die Vernissage findet statt am 20. September 2005 um 18.00 Uhr. Auch die Vorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe, Frau Ingeborg Schäuble, hat ihr Kommen angekündigt. Die Hilfsorganisation führt verschiedene humanitäre Hilfsprojekte in Nordkorea durch.

Die Bilder von Andreas Taubert, der in den vergangenen Jahren das streng abgeschottete Land mehrfach besucht hat, gewähren einen Blick in alle Bereiche des Lebens wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Militär, Schule und Freizeit. Fotografisch äußerst anspruchsvoll zeigen die das Land mit seinem propagandistischen Pathos, dokumentieren aber auch sensibel den Alltag und die Probleme in dem kommunistischen Land. Der Betrachter sieht den Stolz und die Würde der Menschen, trotz Armut und Ausweglosigkeit. Auch ohne Hightech und Kommerz gibt es Momente des Glücks und lachende Gesichter.

„Die Ausstellung soll auch einmal den Blick auf den nördlichen Teil der koreanischen Halbinsel richten“, erklärt MdB Hartmut Koschyk, der sich als Koreaexperte in den vergangenen Jahren mehrfach zu politischen Gesprächen auch in Nordkorea aufgehalten hat. Nicht zuletzt durch die Fußball-WM 2002 in Korea und Japan sowie die engen Wirtschaftsbeziehungen sei das Interesse an Korea in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Nordkorea finde aber in der Regel nur durch die Nuklearkrise öffentliche Beachtung. „Gerade vor dem Hintergrund des gemeinsamen Schicksals der jahrzehntelangen Teilung – Deutschland hat seine inzwischen friedlich überwunden, während Korea nach wie vor unter der Teilung leidet – sollten wir das Korea-Jahr 2005 in Deutschland nutzen, um die gesamte koreanische Halbinsel stärker ins Bewusstsein auch der Deutschen zu rücken“, so Koschyk.

Der Fotograf Andreas Taubert gehört der international renommierten Fotoagentur „Bilderberg“ an. Seit zwanzig Jahren hat er sich der Fotografie verschieben und arbeitet an seinen zwei Standorten Berlin und Mainz erfolgreich für verschiedene namhafte Magazine und Unternehmen. Seit langem verfolgt er die Situation in Nordkorea mit großem Interesse und sammelt auch in seiner Freizeit Spendengelder für die Deutsche Welthungerhilfe durch Fotoausstellungen und Vorträge.

Die Asien-Pazifik-Wochen werden unterstützt durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB).

 Kontakt: Hartmut Koschyk MdB
Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V.
Tel: 030/ 227 733 53
e-mail: hartmut.koschyk@bundestag.de

 

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Der Präsident der Republik Korea, Roh Moo-hyun, dankt dem Vorsitzenden der deutsch-koreanischen
Parlamentariergruppe und Präsidenten der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V.

In einem Brief dankte der Präsident der Republik Korea, Roh Moo-hyun, dem Vorsitzenden der deutsch-koreanischen
Parlamentariergruppe und Präsidenten der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V., Hartmut Koschyk MdB, für desen Engagement in den deutsch-koreanischen Beziehungen.


                                                                                                  

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Beeindruckende Begegnung von Mitgliedern des Deutschen Bundestages
mit dem Staatspräsidenten der Republik Korea, S.E. Roh Moo-hyun

Nach einer Begegnung von Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit dem Präsidenten der Republik Korea, S.E. Roh Moo-hyun, erklärt der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages Hartmut Koschyk MdB:


V.L.: Hartmut Koschyk MdB, Vorsitzender der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe und Präsident der Deutsch-Koreanischen
Gesellschaft, Michael Glos MdB, 1.Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Faktion im Deutschen Bundestag, Dr.
 Angela Merkel MdB, Fraktionsvorsitzende der Fraktion der CDU/CSU im Deutschen Bundestag und Parteivorsitzende
der CDU, Roh Moo-hyun, Präsident der Republik Korea

Während seines Staatsbesuchs in Deutschland hat der Präsident der Republik Korea, S.E. Roh Moo-hyun, Abgeordnete des Auswärtigen Ausschusses, des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe zu einem festlichen Abendessen und einem ausführlichen Meinungsaustausch eingeladen.


V.R.: Roh Moo-hyun, Präsident der Republik Korea, Hartmut Koschyk MdB, Ernst-Reinhard Beck MdB,
Kwon Youngmin, Botschafter der Republik Korea, Dr. Christian Ruck MdB, Dorothee Mantel MdB

Den Prozess der deutschen und europäischen Einheit bezeichnete Präsident Roh Moo-hyun dabei als Vorbild für die koreanische Halbinsel und Nordostasien, wo sich Präsident Roh Moo-hyun „eine Ordnung der Versöhnung und Integration“ wünscht. Besonders beeindruckt waren die Aussagen des südkoreanischen Staatspräsidenten zur Aufarbeitung der Vergangenheit in Deutschland. „Durch Wahrhaftigkeit und Mut“, so Präsident Roh Moo-hyun, „seine eigene beschämende Vergangenheit aufrichtig anzuerkennen und aus tiefstem Herzen zu bereuen und dies tatsächlich in die Tat umzusetzen, hat Deutschland das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft gewonnen.“

In einer intensiven Diskussion mit den anwesenden Mitgliedern des Deutschen Bundestages wurden mit Präsident Roh Moo-hyun die Nuklearkrise auf der koreanischen Halbinsel, Koreas hervorragendes Abschneiden bei der Pisa-Studie, aber auch die Beziehungen der Republik Korea zu seinen chinesischen und japanischen Nachbarn ausführlich erörtert. Präsident Roh Moo-hyun zeigte dabei große Übereinstimmung mit der Entschließung des Deutschen Bundestages vom Januar 2004 zur Fortentwicklung der deutsch-koreanischen Beziehungen. Wie der Deutsche Bundestag so wünscht sich auch Präsident Roh Moo-hyun eine gestaltende Rolle der Europäischen Union nach einem sich abzeichnenden Erfolg bei den 6-Parteien-Gesprächen zur Lösung der Nuklearkrise auf der koreanischen Halbinsel. Präsident Roh Moo-hyun hat einen sich aus den 6-Parteien-Gesprächen entwickelnden permanenten multilateralen Dialogprozess in Nordostasien angeregt, an dem auch die internationale Gemeinschaft und insbesondere die Europäische Union beteiligt sein sollen. In seiner im Januar 2004 verabschiedeten Korea-Entschließung hatte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, „den Teilnehmern der sog. 6er-Gespräche die guten Erfahrungen des KSZE-Prozesses in Europa zu vermitteln und zur Überwindung der gegenwärtigen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel einen bereits in der Region diskutierten Prozess zu unterstützen, der nicht nur auf die unmittelbare Lösung des Nuklearproblems abzielt. Vertrauensbildung und Rüstungskontrolle, Wirtschafts- und Energiethemen, innergesellschaftlicher Wandel, Menschenrechte und ein breiter Dialog sowie ein Interessensausgleich sind ebenso wesentliche Ziele. Die Bundesrepublik Deutschland könnte so gemeinsam mit der Europäischen Union das regionale Bemühungen um Sicherheit in Nordostasien dahingehend unterstützen, dass die Demokratische Volksrepublik Korea ihre Nuklearwaffenambitionen aufgibt, internationale Kontrollen wieder zulässt und dafür mittel- bis langfristig international eingebunden wird, Sicherheitsgarantien erhält und mit effektiven Hilfsmaßnahmen zur Energieversorgung, zur Verbesserung der humanitären Lage ihrer Bevölkerung und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ausgestattet wird, die dann langfristig auch in eine politische Öffnung des Landes mündet.“

Begrüßung des Präsidenten der Republik Korea, Roh Moo-hyun, durch Hartmut Koschyk MdB

Herr Präsident,
Herr Außenminister,
Frau Gesandte Dr. Kim,
meine Herren Botschafter Kwon und Geier,
liebe Kolleginnen und Kollegen, 

herzlichen Dank für die Einladung zum Gedankenaustausch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages, des Auswärtigen Ausschusses, des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe. Wir wissen diese ehrenvolle Geste sehr zu schätzen. Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen.
Bundestagspräsident Köhler hat beim festlichen Bankett in Schloß Charlottenburg ihren lebenslangen Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und Rechtstaatlichkeit gewürdigt und zu Recht festgestellt, dass Sie, sehr geehrter Herr Präsident, für uns zu Recht „unverwechselbar für das demokratische Korea“ stehen. Ihren Lebensweg und ihren politischen Werdegang haben Sie selbst mit dem Mythos des Sisyphus verglichen und dabei das schöne Bild von gewaltigen Gebirgsketten und breiten Flüssen gezeichnet, die ein Politiker überwinden muss, um an sein Ziel zu gelangen. Wir schätzen Sie als einen Freund unseres Landes, seiner Geschichte und großen Kultur.

Ich war sehr beeindruckt, als Sie bei unserer ersten Begegnung nach Ihrer Amtseinführung im Februar 2003, die ich gemeinsam mit Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit Ihnen haben durfte, davon sprachen, dass Sie Leben und Wirken zweier deutscher Nachkriegspolitiker sehr interessiere und Sie viel darüber gelesen haben: Konrad Adenauer und Willy Brandt.

Sehr geehrter Herr Präsident, der Deutsche Bundestag unterstützt Ihre Politik für Frieden und Prosperität auf der koreanischen Halbinsel und in ganz Nordostasien und hat das in seiner einstimmigen Entschließung am 28. Januar 2004 zum Ausdruck gebracht.

In Ihrer Amtsantrittsrede am 25. Februar 2003 haben Sie eine eindrucksvolle Vision für die koreanische Halbinsel beschrieben: „Im 21. Jahrhundert müssen wir die koreanische Halbinsel in ein Land verwandeln, von dem für den Rest der Welt Friedensbotschaften ausgehen. Sie muss sich zu einem Tor des Friedens entwickeln, das Eurasien mit dem Pazifischen Ozean verbindet. Wir müssen alles daran setzen, dass es bald möglich sein wird, in Busan ein Ticket zu kaufen, mit dem man über Pjöngjang, Shinuiju, über chinesische Städte, die Mongolei und Russland nach Paris fahren kann.“ Dieser Weg, Herr Präsident, von Korea und Europa, führt immer über Berlin. Auf diese Vision, Ihr persönliches Wohl, auf das Ihres Volkes und die Beziehungen unserer beider Länder erhebe ich mein Glas.

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Präsident der Deutsch-KOreanischen Gesellschaft e.V. trifft Cha Du-Ri und Martin Hyun

Im Rahmen des Empfangs des Staatspräsidenten der Republik Korea, Roh Moo-hyun, beim deutschen Präsidenten, Horst Köhler, im Schloss Charlottenburg, Traf der Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Hartmut Koschyk MdB, mit den bekannten Sportlern Martin Hyun und Cha Du-Ri zusammen. Martin Hyun spielt Eishockes beim DEL-Verein Krefeld Pinguine und Cha Du-Ri, Sohn des bekannten koreanischen Fußballspielers Cha Bum-Kun, ist Stürmer bei Eintracht Frankfurt.


v.L.: Cha Du-Ri, Hartmut Koschyk MdB, Martin Hyun

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Bundestagsabgeordnete treffen Abgeordnete der koreanischen Nationalversammlung 

Abgeordnete des Deutschen Bundestages konnten eine Delegation Abgeordneter der koreanischen Nationalversammlung unter Leitung des wirtschaftspolitischen Beraters des koreanischen Staatspräsidenten, Kim Hyuk Kyu, im Deutschen Bundestag begrüßen. Die Delegation hielt sich in Deutschland auf, um den Staatsbesuch des koreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun vom 10. – 14. April vorzubereiten. Dabei besichtigten die Gäste aus Korea auf Vermittlung des Vorsitzenden der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe, Hartmut Koschyk MdB, auch das Reichstagsgebäude und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages.

Von links: Der Botschafter der Republik Korea S.E. Kwon Youngmin, Abgeordneter Kim Choon Jin, Delegationsleiter Kim Hyuk Kyu,
MdB Hartmut Koschyk, Vorsitzender desr Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages,
 Dieter Grasedieck MdB, Prof. Yoon Yeu Dug, Präsident der Korean-German Industrial Park Ltd., Volker Neumann MdB, Dr. Christian Ruck MdB.

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Nordkoreanische Delegation besucht Berlin

Die Deutsch-Koreanische Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages unter Vorsitz von MdB Hartmut Koschyk
konnte als Folge ihrer letzten Delegationsreise nach Nordkorea im vergangenen Jahr nun eine nordkoreanische Delegation
in Berlin begrüßen. Die Gäste aus Nordkorea führten in Deutschland auch Gespräche mit der Bundesanstalt für
 Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover sowie mit an einer möglichen Zusammenarbeit interessierten Unternehmen. Delegationsleiter Dr. Kim Ung Chol ist Mitglied der nordkoreanischen Akademie der Wissenschaften, sein Parlamentskollege
Ryom Un Yun ist in Nordkoreas größtem Bergbauunternehmen im Molybdän-Bereich tätig.

1. Reihe v.li: Hartmut Koschyk MdB, Sibylle Pfeiffer MdB, Kim Ung Chol, 
Mitglied der Obersten Volksversammlung der Demokratischen Volksrepublik 
Korea und Leiter der Delegation, S.E. Pak Hyon Bo, Botschafter der 
Republik Korea, Ryom Un Yun, Mitglied der Obersten Volksversammlung der 
Republik Korea; 2. Reihe v.li: Volker Neumann MdB, Johannes Pflug MdB, 
Peter Hettlich MdB und Ri Chol Su, Mitarbeiter der Verwaltung der 
Obersten Volksversammlung der Republik Korea

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Eröffnung der „German School of Music Weimar“

Am 4. März 2005 wird in der koreanischen Hauptstadt Seoul der Studienbetrieb der neu gegründeten „German School of Music Weimar“ mit der offiziellen Eröffnung aufgenommen. Fortan wird die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar gemeinsam mit der Kangnam University Seoul erstmals ein Studienangebot im Ausland ermöglichen. Einen koreanisch-deutschen Bachelor-Studiengang wird es für die Fachrichtungen Klavier, Violine, Violoncello, Flöte, Klarinette, Gesang und Dirigieren geben. Sowohl deutsche als auch koreanische Professoren werden die Studierenden in Yongin bei Seoul unterrichten. Das einzigartige Projekt, welches vom Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützt wird, erhebt den Anspruch, den Hochschulstandort Deutschland zu vertreten und deutsche Studienangebote auf dem internationalen Bildungsmarkt besser positionieren zu können.

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